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Sizilien & Yacht News-Service


Schützt das wichtige Ökologie-System Mittelmeer

VideosymbolKinotrailer von Greenpeace: "Du bist das Meer"

06.12.2012_MR
©Classical Sailing| Schützt das wichtige Ökologie-System Mittelmeer

Segler sind von der Sache her schon ökonomisch und daher auch ökologisch "unterwegs". Trotzdem kann jeder für den Umweltschutz immer noch etwas mehr tun. Insbesondere um sensible und wichtige Ökologie-Systeme wie das Mittelmeer zu schützen.

Ein Appell In eigener Sache: Classical Sailing ist weder politisch engagiert noch verfolgt unser Charter- und Segelkonzept ein in diese Richtung gelagertes ideelles Eigeninteresse. Letztendlich geht es uns nur darum auch in Zukunft die Lebensqualität auf unserer Erde, so wie wir sie heute vorfinden, zu sichern. Denn das Mittelmeer gehört zu unseren wichtigsten aber auch sensibelsten Ökologie-Systemen weltweit.

Mittelmeer - Salzproduzent des atlantischen Ozeans
Der Salzgehalt des Europäischen Mittelmeeres liegt mit rund 3,8 % höher als der des Atlantiks. Dies ist eine Folge der starken Meerwasserverdunstung, maßgeblich hervorgerufen durch das mediterrane Klima. Der Wasseraustausch findet an der Meerenge von Gibraltar statt. Wissenschaftlich ist nachgewiesen: das Mittelmeer ist der Salzproduzent des atlantischen Ozeans, vermutlich sogar mit Auswirkungen auf die gesamte ozeanische Wasserzirkulation und den damit verbundenen Lebensräumen.
Siehe hierzu auch den beklemmenden Kinotrailer von Greenpeace:Videosymbol"Du bist das Meer"

Schon eine Klimaerwärmung um nur wenige Grad würde dieses empfindliche Öko-System dramatisch stören. Eine Übersalzung des Mittelmeeres hätte als sehr wahrscheinliche Konsequenz mindestens den Tod des Lebensraumes Mittelmeer mit seiner Artenvielfalt, so wie wir sie heute kennen, zur Folge.
Siehe hierzu auch die CS-Seite: Mittelmeer - Salzproduzent des atlantischen Ozeans

32 Mittelmeer-Schutzzonen definiert
Wir möchten hier keine weitere Diskussion über den Klimaschutz im Zusammenhang mit dem Co2-Effekt anfachen. Wir kennen die Argumente beider Seiten. Wir kennen aber auch die Fakten - und hierzu gehört nun mal die faktische Erwärmung der Erde, die immerhin über sieben Milliarden Menschen betrifft. Insofern ist aus dem oben genannten Aspekt uns jede vernünftige und zivilisierte Maßnahme und Initiative recht, die aufklärt oder sogar unmittelbar dagegen an wirkt.

So versucht zum Beispiel "Greenpeace" durch ein Netzwerk von 32 Mittelmeer-Meeresschutzzonen nicht aktionistisch sondern sehr konstruktiv zu handeln. Allein um unser Segel-Heimatrevier "Sizilien" sind vier große Schutzzonen definiert.

Hoffnungsvolle Entwicklung der Badewasserqualität
Institutionen wie die "Europäische Umweltagentur" (EUA) erheben unter anderem Wasser-Daten, sensibilisieren und klären auf. Aktuellste Messwerte zeigen eine hoffnungsvolle Entwicklung der Bade-Wasserqualität in Europa. Auch Italien hat aufgeholt. Das war nicht immer so und von den rund 4900 definierten Badezonen erfüllen immer noch knapp 10% nicht mehr als die Mindestanforderung und 3% sind gänzlich mangels Qualität geschlossen worden.
Siehe hierzu auch die Übersicht auf CS-Klima-Seite: Badewasserqualität Euröpäische Gemeinschaft

Zehn Mal die begehrte "Blaue Flagge" nach Sizilien
Die "Foundation for Environmental Education" (FEE) vergibt die "Blaue Flagge" für qualitativ hochwertige, saubere Badestrände und Marinas. Zehn der begehrten Auszeichnungen konnten im letzten Jahr nach Sizilien vergeben werden. Zwei mehr als im vorletzten Jahr.
Siehe hierzu auch die Übersicht auf CS-Klima-Seite: Beaches with "Blue Flag" certification

Auch Classical Sailing nimmt das mit dem Umweltschutz sehr ernst ohne dabei den Spaß an der Sache aufzugeben. Für den Pflege- und Erhaltungsaufwand an unserem Classic-Segler verwenden wir nur umweltschonende Mittel und Farben. Im vollen Bewusstsein, dass diese lange nicht so gut sind und deutlich teurer als die aggressiveren Produkte aus der Vorzeit. Unser 100 PS Mercedes Benz-Diesel von 1960 wird regelmäßig gewartet, aus Sicherheitsgründen aber auch um den Schadstoff-Ausstoß so gering wie nur möglich zu halten. Last but not least: das CS-Vermarktungskonzept ist im Schwerpunkt elektronisch ausgerichtet, um den Papieraufwand zu reduzieren.

Umweltschutz bedeutet Schutz unserer Lebensqualität
Somit ist jeder Einzelne von uns aufgerufen, bewusst und umweltschonend mit den gegebenen Naturressourcen umzugehen. Jeder Wassersportler, ob nun Segler, Motorbootfahrer, Kite-Surfer oder Badegast, kann sich entsprechend verhalten und andere sensibilisieren. Denn Umweltschutz bedeutet Schutz unserer Lebensqualität - auch in Zukunft.

Siziliens Mega-Brückenprojekt vertagt

VideosymbolImagefilm Messina Bridge (D)| Stretto di Messina S.p.A.
VideosymbolNews (I)| Dall'Italia/CorrierTV
VideosymbolReport (D)| ARD Weltspiegel -empfehlenswert-

08.11.2012_MR
©Classical Sailing| Siziliens Mega-Brückenprojekt vertagt

Die Straße von Messina steht schon seit Jahren im Focus der Politik und Öffentlichkeit. Genauer geht es um den gigantischen Bau einer in der Hauptspannweite 3,3 Kilometer langen Hängebrücke über die durch Gezeitenströme und Strudel berüchtigte Meerenge zwischen dem nordosten Siziliens und der südlichen Stiefelspitze Italiens.

Ausgelegt für den Bahn- wie auch Straßenverkehr soll diese vor allem für eine bessere logistische Anbindung an das Festland sorgen und damit den Wirtschaftsraum Sizilien - Kalabrien stärken. Für den Schiffverkehr und Wassersport wird die bereits auf den Computern der im Auftrag der Regierung hierfür gegründeten Planungs- und Baugesellschaft "Stretto di Messina S.p.A." fertig konstruierte, 64 Meter hohe, Mega-Brücke keine Beeinträchtigung darstellen. Lediglich die Queen Mary II müsste sich mit ihren Kreuzfahrtgästen einen anderen Kurs einfallen lassen. Sie käme nicht mehr unter dem Bauwerk hindurch.

Größte Hängebrücke der Welt
Das Projekt mit dem Prädikat "größte Hängebrücke der Welt", schon zur Jahrhundertwende durch Ex-Premier Berlusconi aus der Taufe gehoben und zu seinem Lieblingsprojekt erklärt, ist jedoch sehr umstritten.
Siehe hierzu auch CS News vom 14.10.12:Politiker kreuzt schwimmend Kurs der ROMANCE.

Die Hauptopposition bildet die Linkspartei und die Grünen. Aber auch die Öffentlichkeit fragt sich immer lauter nach der Sinnhaftigkeit einer solchen künstlichen und gefährlichen Verknüpfung von Landmassen.

"Monsterbrücke" für 8,5 Mrd. Euro
Zwei an dieser Stelle auseinanderdriftende Kontinentalplatten kategorisieren das Gebiet als hoch erdbebengefährdet. Außerdem ist man sich im gegnerischen Lager darüber einig, dass ein zweckmäßigerer Einsatz der geplanten 8,5 Mrd. Euro Baukosten in andere, notwendigere infrastrukturelle Themen der Mittelmeerinsel besser investiert wären. Der durch die Baumaßnahmen unumgängliche drastische Eingriff in die Flora und Fauna ist ein weiteres Argument. Außerdem, so die Gegner, würde eine solche Monsterbrücke das außergewöhnliche Landschaftsbild, geprägt durch Vulkane und reizvolle Küstenabschnitte, großflächig verschandeln.

200 Mio. Euro Planungskosten bezuschusst durch EU-Gelder
Durchaus valide Aspekte, die zwar die bereits zwischen 2001 und 2006 entstandenen 200 Millionen Euro, bezuschusst durch EU-Gelder, Planungskosten nicht verhindern konnten, aber immerhin die Entscheidung um Berlusconis monumentales Denkmal in die neue Regierungsära Mario Montis geschoben hat. Diese bestätigte dann auch mit der Verkündung des im Oktober verabschiedeten Haushaltsplanes die endgültige Beerdigung der Berlusconi Weltwunder-Altlast.

Monti müsste 300 Mio. Euro Konventionalstrafen für Baustopp-Beschluss zahlen
Bemerkenswerterweise sind hierfür jedoch nicht die Argumente der Anti-Brücken-Lobby ausschlaggebend gewesen, sondern der marode und hoch verschuldete Staatshaushalt der Regierung. Da Monti innerhalb seines Sparkurses zurzeit nicht das Geld hat die fälligen Konventionalstrafen für den Baustopp von insgesamt 300 Millionen Euro zu zahlen, musste er sogar, mit dem Kunstgriff einer Vertagung des Baubeschlusses in das Jahr 2014, wieder zurückrudern. Denn nur so erreicht er einen Zahlungsaufschub der sofort fälligen Strafgelder an die bereits 2009 durch Silvio Berlusconi beauftragten Baufirmen. Diese sind natürlich weiterhin, gemeinsam mit ihrem obersten Wortführer Giuseppe Zamberletti, Präsident der Planungsgesellschaft, an der Umsetzung des infrastrukturellen Großprojektes interessiert. Schützenfeuer erhält man auch von der Universität in Venedig, die große im Infrastrukturbereich tätige Investoren berät.

Chinesischer Finanzierungsfond Angeblich hat Zamberletti sogar in Gesprächen mit Chinesischen Unternehmen einen Finanzierungfond gefunden, aus dem das Projekt bezahlt werden könnte. Tatsächlich taucht auch unter den Fondrittern eine Firma auf, die sich schon am Bau der bis vor wenigen Monaten noch mit 36 Kilometern längsten über Wasser gebauten Brücke der Welt beteiligt hatte - die Hangzhou-Brücke quer über die gleichnamige Bucht. Die größte über Wasser gebaute Hängebrücke, mit einer Spannweite von knapp 2000 Meter, ist zurzeit die Akashi Kaikyo Brücke in Japan.

Flughafen Catania geschlossen

24.10.2012_MR

Vom 05. November bis 05. Dezember 2012 bleibt der Flughafen Catania Fontanarossa International auf Sizilien geschlossen. Laut Flughafenbetreiber ist der Grund Instandhaltungsarbeiten an der Landebahn. Jedoch scheint aus eigener Beobachtung auch das erst 2007 neu in Betrieb gestellte Terminal Wartungsarbeiten zu vertragen. Riesige Wasserflecken an der Decke und vom Tropfwasser in Mitleidenschaft gezogene Gehzonen verraten Folgeschäden aus vermutlich baulicher Nachlässigkeit. An und Abflug werden für die Zeit der Arbeiten auf den Militärflughafen Sigonella umgeleitet. Der Check-in erfolgt aber weiterhin am Flughafen Catania. Von dort werden die Fluggäste dann mit einem Schuttleservice nach Sigonella hin- und zurück gebracht. Passagiere sollten deswegen deutlich mehr Zeit einplanen.

Der "Aeroporto Internazionale di Catania-Fontanarossa Vinzenzo Bellini", so die offizielle Bezeichnung nach der Einweihung des neuen Terminals, ist der verkehrsreichste Flughafen auf Sizilien und der fünftgrößte Italiens. 6 Mio. Passagiere werden jährlich abgefertigt. Der Flughafen wurde 1947 eingeweiht.

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300 Jahre altes Schiffswrack entdeckt

16.10.2012_MR Videosymbol
Die Sizilianische Geschichte ist -wenn auch zuweilen sehr blutig- allgegenwärtig. Dort, wo die ROMANCE regelmäßig einen Badestop einlegt, wurde von Tauchern des Grenzschutzes bei einem privaten Tauchgang ein spanisches Kriegsschiff am Capo Passero, der südlichsten Spitze Siziliens, aus dem 18. Jahrhundert entdeckt. Die Galeone ist nach Angaben des Grenzschutzbeamten, der zuerst nur eine Kanone am Meeresgrund entdeckte, noch als Ganzes erhalten. Nach seiner Beschreibung schätzen Archäologen, dass es sich um ein gesunkenes Schiff aus der Seeschlacht zwischen der britischen und spanischen Flotte im Jahr 1718 handeln könnte. Bei dieser Schlacht ging es um den spanischen Versuch, an Österreich verlorengegangene italienische Gebiete zurückzuerobern. Die Spanier, die bereits Sizilien mit Ausnahme von Messina besetzt hatten, scheiterten aber in der entscheidenden Auseinandersetzung vor Capo Passero mit der fast gänzlichen Vernichtung ihrer Flotte.

Bereits 1988 wurde an der Südküste von Sizilien, in der Nähe von Gela, ein über 2500 Jahre altes Schiffswrack entdeckt. Hobbytaucher fanden das Wrack aus der griechisch- archaischen Epoche (ca. 500 v. Chr.) in nur 5 Meter Wassertiefe 800 Meter von der Küste entfernt.

Das landschaftlich wunderschöne Capo Passero ist Ansteuerungspunkt für viele Segelyachten und Boote, die auf dem Weg von Malta nach Sizilien sind. Die Törnroute "Escape with ROMANCE" kreuzt das Capo Passero auf der Route nach Pantelleria. Der Badestop dort wird in Zukunft sich dieser Geschichte erinnern.


INFO: Capo Passero ist ein Kap an der Südostspitze Siziliens und ca. 30 Seemeilen in südlicher Richtung von dem Ausgangshafen Siracusa auf der Classical Sailing-Route entfernt. Die Seeschlacht am Capo Passero fand im Zusammenhang mit dem Utrechter Frieden zwischen dem Herausforderer Spanien und dem zu der Quadrupel-Allianz gehörendem Großbritannien statt. Die Allianz war ein Interessenszusammenschluss von Großbritannien, Frankreich, Österreich und Niederlande, in dem es um Handelsrouten und Mittelmeerherrschaft ging. Der Britische Admiral und Seeheld George Byng begegnete am 11. August 1718 mit seinen insgesamt 29 Galeonen, darunter 22 Linienschiffe, dem spanischen Befehlshaber über 47 Galeonen, darunter 23 Linienschiffe und 6 Fregatten Antonio Castaneta. Beide Flotten waren mit 1440 bzw. 1320 Kanonen aufgerüstet. Byng, der von Menorca aus mit seinem Geschwader in See stach, nahm in Neapel noch 2000 deutsche Soldaten auf, um der spanischen 9000 Mann Besatzungsstärke ebenbürtig gegenüber treten zu können. Am 09. August 1718 versuchte Byng in der Straße von Messina den Konflikt mit Castaneta friedlich zu klären. Die Verhandlungen scheiterten. Am 11. August machte der Brite die spanische Flotte am Capo Passero aus, provozierte den spanischen Befehlshaber und versenkte im Kampf 10 Galeonen der Spanier und nahm die verbliebenen Schiffe als Beute. Nur zwei spanische Kriegsschiffe konnten entkommen. Insgesamt gab es 2900 Opfer und 3600 Spanier gingen in Gefangenschaft. Quelle: Wikipedia
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Politiker kreuzt schwimmend Kurs der ROMANCE

14.10.2012_MR Videosymbol
Normalerweise "begegnen" wir in der Meerenge von Sizilien Ungeheuern aus der Odysseus-Saga. Nun schauten wir aber nicht schlecht, als leibhaftig Beppe Grillo, Ex-Premier von Silvio Berlusconi, die Straße von Messina schwimmend und quasi vor dem Bug der ROMANCE querte. Wahlkampf auf Italienisch nennt man das dann wohl. Grillo, der für seine populistischen Aktionen in den heimische Gazetten sich in der Vergangenheit mehr einen Ruf als "Kasper" unter den Polit-Aktivisten sichern konnte, wird heute mit seiner Oppositionspartei "Fünf-Sterne-Bewegung" als ernstzunehmende Kraft in den anstehenden Parlamentswahlen gesehen. Besonders die jüngeren Wählern gehören zu seinen Fans.

Ohne politische Ambitionen sondern mehr aus Neugierde hatten wir extra die Nacht mit der ROMANCE im Hafen von Messina verbracht, um am nächsten Morgen, den 10. Oktober 2012, an der nur ca. 6 Seemeilen entfernte Schwimmstrecke des Politikers rechtzeitig und mit geladenen Akkus der Digital- und Handykameras Spalier zu stehen. War es nun die dicke Regenwolke auf der gegenüberliegenden Festlandseite oder einfach nur die vom ewigen Schwell, hervorgerufen durch die Fähren im Hafen von Messina, eher unruhige Nacht? Jedenfalls kamen wir morgens mit den "Leinen los" so in Verzug, dass wir nur noch den Zieleinlauf von Beppe Grillo an der nordöstlichsten Stelle von Sizilien, Punta Faro, mittig vom Fahrwassers und aus einiger Entfernung registrieren konnten. Die Menschenansammlung an der Küste und die vielen kleineren bis mittleren Boote, die sich im Pulk daran anschlossen, lokalisierten zwar klar den Ort des Geschehens. Aber der 64-jährige Politiker war von unserer Position aus nicht auszumachen. Insofern blieb uns beim späteren Studium der Tagespresse leider nur das Gefühl, irgendwie dabei gewesen zu sein.

INFO: Die Aktion von Beppe Grillo hat einen werbepolitischen Hintergrund im Zusammenhang mit den anstehenden Parlamentswahlen in Italien. Die rund drei Kilometer lange Strecke zwischen dem kalabrischen Ort Cannitello auf der Festlandseite und dem nordöstlichen Ort Punta Faro auf Sizilien hat aber auch eine weitere politische Symbolik. Denn genau an dieser nur 3,3 Kilometer breiten Stelle in der Straße von Messina wollte schon Berlusconi eine Brücke bauen lassen, um die größte Mittelmeerinsel mit dem Festland zu verbinden. Der Politiker Beppe Grillo war und ist ein Verfechter dieses Projektes und appelliert mit seiner Schwimmdemonstration an die Notwendigkeit einer Verbindungsbrücke. Die Strecke legte der Parteiboss in einer Stunde und 17 Minuten schwimmend in dem 24 Grad warmen Wasser der "Stretto" zurück. Beppe Grillo ist 64 Jahre alt.

Italienische Yachteigner auf "Steuer-Flucht"

12.09.2012_MR Infosymbol

30.000 Yachten haben bereits die italienischen Hafenstätte verlassen. So berichtet die britische Tagespresse "Daily Mail" am 15. Juli 2012. Grund dieser Fluchtbewegung ist zum Einen die seit Mai 2012 wirksame Sondersteuer für Yachteigner, die ihren Wohnsitz innerhalb des Staatsgebietes haben oder ihr Einkommen dort versteuern müssen. Beinahe hätte diese Steuer auch Yachten unter ausländischer Flagge in italienischen Hoheitsgewässern getroffen. Dieses konnte aber im letzter Minute noch abgewendet werden. Nachzulesen in den CS-News vom 08. März 2012.

Ein weiterer Abwanderungsgrund nach Slowenien, Kroatien, Montenegro, Griechenland oder das französische Korsika, ist für viele Italiener die gezielte Fahndung der Finanzpolizei nach Steuerhinterziehung. Dabei werden sehr fokussiert Yachten und deren Eigner unter die Lupe genommen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in einer Berichterstattung auf ihrer Homepage schreibt.

Hintergrund der verschärften Steueroffensive ist ganz simpel die hohe Verschuldung des Landes. Berlusconi-Nachfolger Monti versucht mit allen Mitteln jeden nur erdenklichen Euro einzusammeln, um dem enormen Staatsdefizit Rechnung zu tragen. Natürlich löffelt er nur die Suppe aus, die die Vorgängerregierungen verursacht haben. Trotzdem ist es fraglich, ob solche aktionistischen Maßnahmen nicht das Problem des weiterhin einbrechenden Bruttosozialproduktes des Landes auffangen können. Denn schon jetzt verbuchen die Marinas einen Umsatzverlust von 15% bei der Vermietung von Liegeplätzen, berichtet die FAZ weiter. Und das ist nur die Spitze des Eisberges der verlorengehenden Einnahmen. Gegenüber der "The Huffington Post" spricht der Präsident des italienischen Marinaverbands, Roberto Perocchio, von geschätzten Verlusten der Häfen von 200 Millionen Euro. Auch der Zeitraum scheint sehr fragwürdig. Denn tausende von neuen Liegeplätzen sind aktuell im Bau. Deren Finanzierungskalkulation beruht jedoch noch auf alten Planzahlen.

Die Konsequenzen aus den Steuermaßnahmenpaket in Form von konkreten Zahlen waren für die autonome Region Sizilien nicht zu ermitteln. Aber "sichtbar" sind sie schon, erklärt Riccardo Saraceno, Sizilien-Repräsentant von Classical Sailing. Die Marinas und Werften vor Ort sind deutlich "leerer".

Vielleicht ist das aber auch eine gute Chance für ausländische Yachten, die das immer noch traumhafte Segelrevier Sizilien erkunden möchten, den einen oder anderen Nachlass zu verhandeln. Auch Classical Sailing hat das bei ausgewählten Partnern erwirkt. Mehr unter dem Info-Symbol.

Keine Powerboat Championship auf Sizilien/Siracusa

07.08.2012_RS/MR
Die große Bucht von Siracusa, als offizieller Austragungsort für die World Champion Powerboat- Rennen, bleibt für Ankerlieger und andere Wasserfahrzeuge während der mehrtägigen Veranstaltung gesperrt.
Darüber informiert CS-Repräsentant für Italien und die Benelux-Länder Riccardo Saraceno als Nachtrag zur seiner Meldung vom 18.07.12.

Die geplanten Rennen vom 31. September bis 2. Oktober 2012 sind aufgrund der politischen Finanzlage und des Rücktritts des Sizilianischen Präsidenten Lombardi bis auf weiteres verschoben. "Das ist sehr schade" resümiert Riccardo, "denn die Attraktion ist für Segler, Motorbootfahrer, Urlauber und Sizilianer gleichermaßen interessant und spannend."
Das stimmt, denn die Rennen können von der Hafenmole und dem erhöhten Altstadtplateau in Ortigia aus sehr gut und ohne Eintrittsgeld verfolgt werden. Die Mannschaften mit ihren Powerbooten, die mit bis zu 1400 PS Motoren Geschwindigkeiten über 190 km/h (über 100 Knoten) erreichen, schlagen die Boxenlager unmittelbar am kleinen Canale in Ortigia auf. Von hier aus starten auch die PS-Boliden akustisch eindrucksvoll zu den Rennläufen. Nicht nur Männerherzen schlagen dabei höher...

Das Foto (oben) zeigt das einzige deutsche Team "Searex" um Siegfried Greve in der WCC mit dem Powerboat Hercules Sägemannn (2011: Platz 3, P1 EVO-Class).

Sehr schöner Videoclip (unten) mit vielen tollen Aufnahmen von Ortigia des schwedischen Teams Lucas Oil SOC in der Bucht von Siracusa 2010.
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Powerboat Rennen sind gefährlich und nur etwas für Profis. Die größte Gefahr besteht bei einem Überschlag bei hohen Geschwindigkeiten und dem dann folgenden Aufprall auf dem Wasser. Dieses hat dann nicht nur "Balken" sondern ist aus "Beton".

Stafano Casiraghi, der Mann von Caroline von Monaco, kam 1990 bei dieser Sportart ums Leben als er seinen WM-Titel bei der Meisterschaft an der Küste von Monaco verteidigen wollte. Der jüngste tragische Unfall ereignete sich beim GP in Gabun/Afrika im Juli dieses Jahres. Der 47jährige und sehr erfolgreiche P1-Pilot William Nocker aus England (Team Welmax 9) verstarb ebenfalls tödlich.

Der nächste GP-Lauf findet vom 21.-23. September 2012 in Cernobbio (IT) am Comer See statt.

Kostenlose Ankerplätze trotz Schuldenkrise

18.07.2012_RS/MR

Trotz angespannter Finanzlage bleiben (noch) die Ankerplätze in der geschützten Bucht Porto Grande Siracusa unmittelbar vor der schönen Altstadt Ortigia für Yachten kostenlos. Zumindest vorerst, erreichte uns die Information direkt aus dem Hafenamt in Siracusa. In der beliebten Bucht ankern Yachten auf gut haltendem Schlickboden auf Tiefen von rund acht Metern (siehe auch Meldung vom 16.April 2012).

Der Hintergrund unserer Anfrage ist die finanziell sehr angespannte Situation der autonomen Region Sizilien. Von "Pleite", Veruntreuung von Fördergeldern und Rücktritt von Gouverneur Lombardi berichten seit heute ganz aktuell die Tagesmedien Europaweit.
"Also alles beim Alten" kommentiert der Classical Sailing Repräsentant Riccardo Saraceno gelassen die Meldungen. Eine Einschränkung für den Tourismus und den Wassersporttourismus im speziellen sieht er aber nicht. Ganz im Gegenteil. Sizilien bleibt ein traumhaftes Yacht-Revier und der Tourismus ist ein wesentlicher Devisenfaktor der größten Mittelmeerinsel.


Landliege- und Werftplatz Siracusa/Sizilien
5% Preisnachlass

28.06.2012_RS At-Symbol Infosymbol
Mitglieder der Kreuzer-Abteilung und Freunde von Classical Sailing erhalten einen Preisnachlass von 5% auf den jeweils aktuell gültigen Liegeplatzpreis. Auch beauftragte Arbeiten werden mit 5% bedacht. Voraussetzung für den Nachlass sind ein gültiger KA-Mitgliedsausweis und eine Empfehlungsmail von Classical Sailing.

Der Stentinello Boat Service verfügt über ein 22.000 qm großes Areal nördlich der Stadt Syrakus (it.: Siracusa). Die Marina Syrakus ist nur 2sm entfernt. Sie liegt direkt an der sehr schönen Altstadt „Ortigia“, die unter dem Schutz des UNESCO Weltkulturerbes steht, und ist im Sommer eine ideale Ausgangsbasis für Segeltörns.

Das Areal des Stentinello Boat Service befindet sich unmittelbar am Meer und bietet sich optimal als Winter- oder Übergangslager für Schiffe aller Art und Größenordnungen ab 20 Fuß an. Auf der einen Seite des Areals werden die Schiffe auf modernen Stahlständer-Systemen aufgepollt. Mehrere Elektrik und Wasser-Terminals stehen dort zur Verfügung.

Auf der anderen Seite, getrennt durch einen breiten Zufahrtsweg, befindet sich der technische Bereich. Das gesamte Spektrum an Pflege und Wartungsarbeiten wird hier angeboten, für GFK, Holz und Stahl. Reparaturen aller Art werden ausgeführt: Unter- und Überwasserschiff, Strahlen, Schweißen, Masten legen, Motorüberholungen, Elektrik usw. Teilweise geschieht dieses in Hallen. Es gibt auch einen Bootsbauer und eine Kooperation mit einer Segelmacherei. Alle Servicekräfte (zurzeit sieben Spezialisten) sind in Festanstellung. Man kann Arbeiten beauftragen, aber auch in Eigeninitiative durchführen. Der Travellift hebt Schiffe bis 75t. Eigens dafür wurde ein 6,20m breites Wasser-Dock gebaut, das durch eine vorgelagerte Mole zudem relativ gut geschützt liegt. Die Wassertiefe beträgt hier sechs Meter. Auf dem Gelände befinden sich zwei weitere Kräne mit 20 und 40 Tonnen Kapazität. Das gesamte Areal ist vollständig eingezäunt und wird rund um die Uhr bewacht.Tagsüber ist „normaler“ Arbeitsbetrieb.

Im Office kann man gekühlte Getränke, Kaffee und auch kleine Snacks kaufen. In die Innenstadt der gleichnamigen Hauptstadt der Provinz Syrakus sind es je nach Verkehrslage um die 10 Taximinuten. Der nächste internationale Flughafen befindet sich in dem 60km entfernten Catania. Palermo ist ca. 300km entfernt.


Siracusa - Warnung für Yachten

14.06.2012_MR Videosymbol
Der am 10. März 2012 vor Siracusa/Sizilien bei schwerem Wetter havarierte 147 Meter lange Tanker GELSO M, sollte nicht zu nah angesteuert werden. Diese Warnung gilt insbesondere für Schiffsführer, die sich das Wrack aus nächster Nähe von Seeseite aus anschauen möchten. Auch wenn der geringere Tiefgang mancher Yacht und der Motorboote sowieso eine recht nahe Ansteuerung ermöglichen würde, bleibt die felsige Küste aus Vulkangestein vor Siracusa mit ihren vorgelagerten Riffs sehr gefährlich.

Was war passiert: Am 10. März, morgens, wurde der unter italienischer Flagge fahrende Tanker GELSO M, bei schwerem Wetter mit starken Ostwinden und Böen bis zu 80 Meilen die Stunde, mit ausgefallener Maschine auf Höhe Pointe Santa Panagia/Siracusa auf die Felsen gedrückt und erlitt einen erheblichen Schaden. Der Rumpf wurde steuerbords auf 14 Meter Länge aufgerissen.  Die 19 Besatzungsmitglieder wurden unter schwierigsten Wetterbedingungen mit Helikoptern der Küstenwache geborgen. Es gab keine Verletzten. Der Öl- und Chemikalientanker hatte ohne Ladung Kurs auf den Hafen Augusta/Sizilien genommen, als durch die erheblich zu schnell drehende Schiffsschraube der GELSO M, hervorgerufen durch den Freilauf im hohen Seegang, die Maschine zum Schutz vor Überdrehung sich automatisch abschaltete. Das erklärte die Reederei. Der Vorfall wird aber behördlich untersucht werden.

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„Das Unglück hätte noch dramatischere Folgen erreichen können, wenn GELSO M nicht wie durch ein Wunder an einer der letzten Felskanten vor der nächsten Bucht hängen geblieben wäre.“ Berichtet Riccardo Sarceno, Ortsrepräsentant von Classical Sailing. Denn die besagte Bucht „Zona Industriale Statione Targia“ umfasst neben Industriekomplexen unter anderem eine große Raffinerie als Öl-Umschlagplatz.  An der weit aus der Bucht herausragenden Landungsbrücke machen Öltanker fest und weitere liegen dort noch zusätzlich vor Reede. „Eine Havarie mit einer manövrierunfähigen GELSO M hätte hier zu einer Katastrophe führen können.“ so erklärt Saraceno.

Zwischenzeitlich wurden die an Bord befindlichen rund 390 m3 Treibstoff aus den Dieseltanks des havarierten Tankers von der holländischen Bergungsfirma „Smit Salvage“ abgepumpt. Die selbe Bergungsfirma, die die Bergung des nur wenige Wochen zuvor havarierten Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“  bei der Insel „Giglio/Toskana“ übernommen hat. Für die GELSO M wurde ein Bergungsauftrag ausgeschrieben.

The head under the hat

05.05.2012_MR Infosymbol

Our country tours are perfect daily routes in order to learn more about Sicily and Sicilians. With the new team member Gianluca - he is the head under the hat - Classical Sailing has a special Sicilian tour guide for perfect sailing daily-breaks and trips. Whether culture, history, discovery, a little bit of adventure - there will be a point of interest for everybody. Gianluca is a geographer that goes in for nature and trekking. Born in Sicily, in the east coast, he loves to show his land, portray its distinctive features, the typical dishes, the sound of the dialect, its famous views and inner patches. Gianluca is like Sicily, filled with opposite facets, sea and land. Interested in botany and volcanology, he combines professionalism with jokes and fun. His trips developed particularly for Classical Sailing friends. It’s something special...

Keine Liegegebühr für Yachten in Siracusa

16.04.2012_RS

Auch 2012 liegen Yachten auf den kommunalen Liegeplätzen im Porto Grande / Siracusa (Sizilien), direkt unterhalb der Altstdat Ortigia, kostenlos! Riccardo Saraceno, Classical Sailing Repräsentant für Sizilien, wurde das aktuell von der Hafenmeisterei in Siracusa bestätigt. Zwar gilt das nur für Besuche von max. 3 Tagen und es gibt kein Wasser oder Strom, aber die Plätze sind gut geschützt und mitten im Herzen der Stadt Siracusa ideal gelegen.

Ebenfalls kostenlos liegt man vor Anker im Porto Grande – der großen Bucht. Ca. 8 Meter Wassertiefe bei gutem Ankergrund und fantastischem Blick auf die Skyline von Ortigia, der Altstadt von Siracusa.

Classical Sailing-Umzug mit "Störungen"

17.03.2012_DR
Classical Sailing hat ihre neuen Geschäftsräume bezogen. Störungen im Postverkehr und beim neuen Website-Auftritt konnten leider nicht vermieden werden. Trotz Nachsendeauftrag haben uns Briefe nicht erreicht. Hiervon war insbesondere der Schriftverkehr aus Deutschland betroffen. Arbeiten an der neuen und umfangreicheren Homepage von Classical Sailing haben immer wieder zu technischen Störungen und "Nichterreichbarkeit" geführt. Hierfür und für die damit entstandenen Unannehmlichkeiten möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen.

Italian government change course about boat tax

08. März 2012_RS
"No more day tax to navigate in italian waters - enjoy free Italy sailing!" announced Riccardo Saraceno, responsible Executive of the Classical Sailing-Base in Sicily/Siracusa. Tax has been replaced and become a property tax only for italian boat owners. Die für den 01. Mai 2012 avisierte Luxussteuer für Sportbote beim Befahren italienischer Gewässer gilt auf Beschluss des Parlaments nicht für Ausländer, die ihren Wohnsitz nicht in Italien haben oder dort sonst irgendwie steuerpflichtig sind. Eignergemeinschaften werden im Zweifel einer gesonderten Überprüfung unterzogen.

Classical Sailing im neuen Sailing Journal

05.02.2012_MR At-Symbol
Das neue Sailing Journal mit exklusiver Reportage zu unserem Classical Sailing-Angeboten erscheint am 09. Februar 2012. Odysseus zwischen Vulkanen und Geschichte nimmt als eine der drei Titelstorys einen privilegierten Platz in dem Heft des Delius-Klasing Verlages ein. Eine knappe Woche begleitete der Chefredakteur Tom Körber den Segeltörn „Odysseus zwischen Vulkanen und Geschichte“ auf der klassischen Segelketsch von 1950 von Siracusa über Aci Trezza bis nach Taormina und berichtet in seiner ersten Ausgabe nach dem Chefredakteur-Wechsel ausdrucksstark in Wort und Bild. Entstanden ist eine einzigartige, vierundzwanzig Seiten starke Segel- und Reisereportage, die es grandios versteht, die Frage nach Odysseus und der Ilias mit unserem Segeltörn zu verknüpfen. Topos des locus amoenus – die Suche nach einem lieblichen Ort - erscheint am 09. Februar 2012 und ist schon wenige Tage später auf unserer Homepage als PDF-Download kostenfrei zu erhalten. Oder buchen Sie doch gleich den Törn…